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09.09.2023

Wägitaler Podiumsgespräch

Vor hundert Jahren, am 9. August 1924, wurde die Kirche von Innerthal gesprengt, gefolgt von den Fluten. Dies geschah aufgrund des wachsenden Strombedarfs der Schweiz und dem damit verbunden Bau eines Stausees.1 Um den See herum wurde eine Uferstrasse gebaut, inklusive der entsprechenden Brücken über die Bäche. Eine dieser Brücken hat in den letzten Jahrzehnten für hitzige Diskussionen gesorgt – die Schrähbachbrücke von Robert Maillart. Sie hätte 2009 abgerissen und ersetzt werden sollen. Nun ist sie als älteste erhaltene versteifte Stabbogenbrücke aus Eisenbeton geschützt, erhalten geblieben und ein wertvoller Zeitzeuge der Ingenieurbaukunst. Allerdings präsentiert sie sich nicht in dem Erscheinungsbild, das vorgesehen war, sondern so, wie sie sich seit sehr langem zeigte.

Die Schrähbachbrücke hat in den letzten 15 Jahren eine bewegte Geschichte hinter sich. 2009 hätte sie einem Ersatzneubau weichen sollen. Während der öffentlichen Projektauflage erhob der Schwyzer Heimatschutz aber Einsprache – unterstützt vom SIA und vom BSA. Heute ist die Brücke geschützt und instandgesetzt. Der Weg dahin verlief steinig – und die kontroversen Diskussionen um das Erscheinungsbild halten heute noch an. 

Den Alltag in der Erhaltung und die einhergehenden Diskussionen griff die Gesellschaft für Ingenieurbaukunst im Gespräch mit Jürg Conzett als Projektverfasser und Eugen Brühwiler als Fachexperte auf und diskutierte das Thema an einem Podiumsgespräch im Gasthaus «Stausee» in Innerthal am Wägitalersee. Moderiert hat es Clementine Hegner-van Rooden, und alle Interessierten waren eingeladen, an diesem Gespräch mitzuwirken.

Die geführte Besichtigung des Objekts im Vorfeld erwies sich dabei als ebenso wichtig für das Verständnis des Projekts wie die Erläuterungen der Beteiligten.