Buchempfehlungen

Die Gesellschaft empfiehlt Bücher


Visionäre und Alltagshelden _ Ingenieure Bauen Zukunft

Hrsg. Werner Lang und Cornelia Hellstern
ISBN 978-3-95553-375-5 (2017, deutsch, 216 Seiten)
Erhältlich im Edition Detail

Clementine van Roden empfiehlt diese Buch: ...weil nicht genug betont werden kann, dass unser modernes Leben ohne Bauten und Infrastruktur schlichtweg unvorstellbar ist. Die Ingenieure im Bauwesen leisten mit ihrem spannenden und vielseitigen Leistungsumfang einen wichtigen Beitrag dazu.

Ingenieure sind Erfinder, Gestalter, Unternehmer und Macher zugleich. Sie realisieren spektakuläre Projektideen und reagieren auf die alltäglichen Anforderungen seitens der Gesellschaft. Das Buch schlägt einen Bogen von der historischen Entwicklung des Berufsbildes zur Gegenwart mit Ausblick auf die Zukunft. Aussergewöhnliche Persönlichkeiten und Meilensteinprojekte, klassische Bauaufgaben und Innovationen dokumentieren die gesellschaftliche, kulturelle und technologische Relevanz des Bauingenieurwesens.


Angelo Mangiarotti - La tettonica dell'assemblaggio

Hrsg. Franz Graf und Francesca Albani
ISBN 978-8-836632244 (2015, italienisch/englisch, 245 Seiten)
Erhältlich im Mendrisio Academy Press, Silvana Editoriale



Massimo Laffranchi empfiehlt dieses Buch: "Angelo Mangiarotti (1921-2012) war Architekt und Designer. Sein Werk umfasst Produktionen in der Architektur und Innenarchitektur, die scheinbar keiner Vorfassung über Form, Material oder Produktionsprozess entspringen. Das Ergebnis spannt über alle Maßstäbe, von grossen Industriegebäuden in vorgefertigter Betonbauweise, über Bahnhöfe und Kirchen bis hin zu zahlreichen Hausratsgegenständen. Im Buch werden zehn ausgewählte Projekte von Mangiarotti im Zeitraum von 1961 bis 1979 - die industrielle Produktion in Mailand und in Italien erfuhr damals einen gewaltigen Schub - mittels drei zentraler Themen erläutert: Die Erforschung (spermentazione), die Gravitation (gravità) und das Modul (modulo).

Mangiarotti arbeitete mit einigen der profiliertesten italinieschen Bauingenieure seiner Zeit zusammen: Aldo Favini, Guilio Ballio, Giovanni Colombo oder Alberto Vintani. Aus dieser Zusammenarbeit entstanden Bauten, die geprägt sind von einer äusserst präzisen Formgebung der tragenden Bauteile und deren gekonnten Zusammensetzung. Die sich durch die Vorfabrikation im Spannbeton eröffnenden Möglichkeiten werden auf eindrückliche Weise aufgezeigt. Dabei bestechen die konstruktiven Lösungen für die Verbindungen, die Gestaltung der Oberflächen und die Formgebung der Bauteile wegen ihrer sorgfältigen Bearbeitung vom Gross- zum Kleinmassstab. Die ergänzenden Notizen der Autoren zum Lebenslauf Mangiarottis und zum Umgang mit dem Erbe der industriellen Architektur des XX. Jahrhunderts runden die didaktisch wertvollen Kommentare zu den Projekten ab."


Christian Menn - Brücken Bridges

Hrsg. Caspar Schärer und Christian Menn
ISBN 978-3-85881-455-5 (2015, deutsch/englisch, 352 Seiten)
Erhältlich im Verlag Scheidegger & Spiess



Clementine van Rooden empfiehlt dieses Buch: "Christian Menn zählt zu den international bedeutendsten Figuren des modernen Brückenbaus. Als Konstrukteur und als Professor an der ETH Zürich prägte er die Kunst des Brückenbaus über Jahrzehnte weltweit mit. Grund genug diese Monografie mit dreissig seiner wichtigsten Bauwerke und Projekte zu lesen und die Fotografien, die Ralph Feiner eigens für dieses Buch aufgenommen hat, als ausdrucksstarke Ingenieurbaukunst auf sich wirken zu lassen."


Geschichte der Baustatik. Auf der Suche nach dem Gleichgewicht.

Hrsg. Karl-Eugen Kurrer,
ISBN 978-3-433-03134-6 (2015, zweite und stark erweiterte Auflage, deutsch, 1164 Seiten)
Erhältlich bei Ernst & Sohn


Eugen Brühwiler empfiehlt dieses Buch: "Geschichte, Theorie und 'Köpfe' der Baustatik packend erzählt. Die 2. Auflage wurde stark erweitert gegenüber der 1. Auflage von 2002. Ein Standardwerk!"


Frei Otto - forschen bauen inspirieren

Hrsg. Irene Meissner und Eberhard Möller,
ISBN 978-95553-252-9 (2015, deutsch/englisch, 128 Seiten)
Erhältlich in Edition Detail


Clementine van Rooden empfiehlt dieses Buch: "Frei Otto war Architekt. Seine Arbeit im Leichtbau ist allerdings Inspirationsquelle für Architekten und Ingenieure, denn je erfahrener er wurde, desto mehr war er auch konstruktiver Ingenieur.

Die Publikation wurde anlässlich Ottos 90. Geburtstag initiiert und gibt einen Einblick in wichtige Aspekte seines Werks. Kurz vor seinem 90. verstarb Otto. Die Publikation ist nun ein Nachruf, der aufzeigt, wie Otto die Grundlagen zu ressourcenschonendem und energieeffizientem Bauen erforschte, lange bevor diese Themen in den Fokus der breiten Öffentlichkeit rückten."


Universität Miséricorde Freiburg

Hrsg. Freiburger Architekturforum, Cyrill Haymoz,
ISBN 978-3-7212-0905 (2014, deutsch/französisch, 336 Seiten)
Erhältlich im Niggli Verlag



Eugen Brühwiler empfiehlt dieses Buch: "Das Werk vermittelt viel über die 'Demokratisierung' des Betonbaus in der Schweiz und beleuchtet verschiedene Sichtweisen aus der Architektur- und Ingenieurbaugeschichte: Das damals moderne Architekturprojekt des jungen Architekten Denis Honegger; der Einfluss bzw. der Bezug zu Auguste Perret und Le Corbusier; der Pioniergeist im Ingenieurbetonbau in den 1940er Jahre personifiziert in der Westschweiz durch die Ingenieure Alexandre Sarrasin, Henri Gicot, Beda Hefti, Jean Barras; die kritischen Gedanken über (verunglückte) Eingriffe in die Bausubstanz in den 1970er Jahren. – Die Fotos laden dazu ein, einen die Ästhetik des Bauwerks zu geniessen."


Der Turm und die Brücke

Hrsg. David P. Billington,
ISBN 3-433-03077-4 (2013, deutsch, 298 Seiten)
Erhältlich im Ernst & Sohn Verlag



Clementine van Rooden empfiehlt dieses Buch: "Es ist ein Klassiker in der Literatur der Ingenieurbaukunst. Es enthält wertvolle Botschaften für Studierende und gestandene Ingenieure."


Schnetzer Puskas Ingenieure - Entwurf Struktur Erfahrungen

Hrsg. Aita Flury
ISBN 978-3-85676-321-3 (2013, deutsch, 356 Seiten)
Erhältlich im gta Verlag



Clementine van Rooden empfiehlt dieses Buch: "Schnetzer Puskas Ingenieure gehören zu den bekanntesten Ingenieuren der Schweiz. Es lohnt sich über ihre Monografie einen vertieften Blick in ihre Denk- und Arbeitsweise zu erhalten. Die Texte und insbesondere auch die Bebilderung zeigen wie Ingenieurwesen zu Ingenieurbaukunst wird."


Pontifex Maximus - Der Architekt Paul Bonatz und die Brücken

Hrsg. und Autor Roland May,
ISBN 978-3869911762 (2011, deutsch, 784 Seiten)
Erhältlich im Monsenstein und Vannerdat



Jürg Conzett empfiehlt dieses Buch: "Spätestens während der Auseinandersetzungen um die Umgestaltung des Stuttgarter Hauptbahnhofs und den Teilabbruch des Bahnhofsgebäudes wurde Architekt Paul Bonatz (1877-1956) wieder einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Bonatz war nicht nur Architekt prominenter öffentlicher Bauten (Miturheber des Basler Kunstmuseums), sondern auch Architekt bedeutender Brücken. Wie stark sein Engagement für den Brückenbau war, zeigt dieses Buch, hervorgegangen aus einer Dissertation des Autors zum gleichen Thema. Bonatz muss zeitweise mehr als die Hälfte seiner Arbeitszeit den Brücken gewidmet haben, nur so ist die Fülle von Entwürfen und Detailstudien zu diesem Thema zu erklären. Mit seinem Anspruch, 'den Ingenieurgedanken zu seinem knappsten Ausruck zu bringen', liess sich Bonatz tiefer auf das Wesen der Konstruktion ein als manche andere Architekten, die sich mit Brücken befassten, ihre Aufgabe aber lediglich als Verschönerer gegebener Tatsachen verstanden. Bonatz-Brücken bestechen durch starke technische und formale Prägnanz. Das Buch dokumentiert eindrücklich das Ringen um die richtige Form über verschiedenste Entwurfsstadien in steter Auseinandersetzung mit technischen Bedingungen.

Wie der Autor selbst sagt, wurde das Buch fünf Minuten nach zwölf geschrieben: viele Bonatz-Brücken sind zerstört; was den zweiten Weltkrieg überlebte, fiel der Entwicklung des Verkehrs zum Opfer. Es mag auch mit Bonatz‘ Stellung als einer der massgebenden Brückenbauer der Nazi-Zeit zu tun haben, dass zur Erhaltung seiner Werke nicht die nötige Energie aufgebracht wurde. Umso wichtiger ist nun deshalb das in gleichem Mass dokumentierende und analysierende Buch von Roland May."


Heinz Hossdorf - Das Erlebnis Ingenieur zu sein

ein Birkhäuser Basel Produkt,
ISBN 978-3-0348-5071-1 (2003, deutsch, 259 Seiten)
Erhältlich im Springer Verlag



Jürg Conzett empfiehlt dieses Buch: "Heinz Hossdorfs Werke sind hervorragende Beispiele für 'technisches Denken', das Tom F. Peters in 'Building the 19th Century' als typisch für Ingenieure und grundlegend für unsere Kultur bezeichnet. Er beschreibt damit eine Denkweise, 'die zwischen dem Intellektuellen und dem Handfesten, dem Abstrakten und Praktischen, dem Idealen und unmittelbar Nützlichen hin- und herspringt ... geleitet vom Ziel, etwas herzustellen'. Was dies konkret bedeutet, zeigt Hossdorf in seiner werkbezogenen Autobiografie aufs Schönste: nebst ausgeführten Projekten wie dem Dach des Stadttheaters Basel enthält das Buch zahlreiche nicht gebaute Entwürfe, darunter die Teufelsbrücke aus vorgespanntem Granit oder das weitgespannte stählerne Stabwerk für die Eishalle Davos. Immer findet Hossdorf einen Weg im Dickicht sich widersprechender Anforderungen; er ist ein Meister der Störungen, wenn er im Entwurf zum Auditorium Maximum der Universität Hamburg die parasitären Momente einer Schale durch aussenliegende Halbrahmen mit einem exzentrisch angeschlossenen Zugband neutralisiert. In detaillierten Beschrieben und eigenständigen Kapiteln etwa zum Wesen der Vorspannung breitet Hossdorf sein unbändiges Gedankengut den Lesern gut aus. - Das Buch gehört zum Besten, was über den Entwurf von Konstruktionen geschrieben wurde."


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